Frischer Wind gegen Corona: Landesverein setzt bereits seit August auf CO²-Messgeräte

Technische Hilfsmittel sollen das Bewusstsein für eine gesunde Arbeitsumgebung in Zeiten von Corona schärfen und zusätzliche Sicherheit bieten.

(30.10.2020) Wer eine Einrichtung des Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein besucht oder als Mitarbeitende*r an einer Besprechung teilnimmt, hat sie womöglich schon entdeckt: Kleine Kästen, auf denen Zahlen eingeblendet werden, die sich ständig ändern. Steigt der Wert in den vierstelligen Bereich, ist ein Alarmzeichen zu hören - dann heißt es: Fenster öffnen und kräftig durchlüften.

Bereits Anfang August 2020 hatte die Direktion des Landesvereins die Anschaffung von 100 so genannten "CO²-Messgeräten" veranlasst, nachdem Dr. Artur Bahr, Leiter des Hygienestabs, in den regelmäßigen Schaltkonferenzen der Corona-Taskforce auf die Studienlage und die Vorteile der Messgeräte hingewiesen hatte.

Mit den kleinen Geräten wird der CO²-Gehalt in der Luft gemessen. Die Geräte zeigen einen numerischen Wert in der Einheit „parts per million“ (ppm) an. Das Umweltbundesamt nennt einen Wert von 1.000 ppm als Obergrenze für Innenräume. Nach Angaben des Umweltbundesamtes lässt sich von der CO²-Konzentration ableiten, wie viel Atemluft sich in einem geschlossenen Raum befindet. Das Robert-Koch-Institut erklärt, dass sowohl Tröpfchen als auch Aerosole eine Rolle bei der Übertragung von SARS-CoV-2 spielen.

Bereits im Sommer war absehbar, dass die Gefahr von steigenden Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter zunehmen dürfte, weil sich die Menschen in der kalten Jahreszeit vermehrt in Innenräumen aufhalten. Regelmäßiges Lüften ist somit umso wichtiger, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. „Die Geräte sollen das Bewusstsein für eine gesunde Arbeitsumgebung in Zeiten von Corona schärfen und unseren Mitarbeitern und Mitarbeitern zusätzliche Sicherheit bieten“, erklärt Pastor Andreas Kalkowski, Direktor des Landesvereins.

Die frühzeitige Entscheidung des Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein hat sich in der Rückschau ausgezahlt: Die Nachfrage nach CO²-Messgeräten ist in den vergangenen Monaten sprunghaft angestiegen, sodass es zwischenzeitlich zu Lieferengpässen und Preissteigerungen gekommen ist. „Wir werden auch künftig in der Corona-Taskforce und in enger Abstimmung mit dem Hygienestab nach technischen Hilfsmitteln suchen, mit denen wir Mitarbeitende und Hilfesuchende bestmöglich schützen können“, bekräftigt Pastor Kalkowski.