Keine Angst vorm Wattestab: Blick hinter die Kulissen des Corona-Testzentrums

(24.11.2020) Seit März 2020 ist das Corona-Testzentrum fester Bestandteil der Strategie des Landesvereins zum Schutz von Bewohner*innen, Patient*innen und Betreuten sowie Mitarbeitenden.

Bei einem Spaziergang über den Lindenhof fällt das historische Haus 7 unweit des Kunsthauses und der Hauptverwaltung wohl den wenigsten Besuchern auf. Inzwischen hat sich das Gebäude jedoch zum Zentrum der Corona-Abwehr im Landesverein entwickelt - und viele Mitarbeitende haben die Räumlichkeiten in den letzten Monaten von innen gesehen.

Doch wie läuft der Corona-Test konkret ab? Ist er unangenehm? Wann sollte ich mich testen lassen? Vier Mitglieder des Hygieneteams, Dr. Artur Bahr, Ingo Wallner, Nadine Beyer und Cynthia Nitsche, geben in einem kurzen Erklärvideo einige Einblicke hinter die Kulissen von Haus 7 und berichten über die Maßnahmen, die der Landesverein zur Eindämmung der Pandemie ergriffen hat: „Die Corona-Pandemie stellt uns seit nunmehr zehn Monaten vor die Herausforderung, dass wir unsere Arbeit und unser Leben weiterführen, ohne ein Übermaß an Einschränkungen zu erfahren. Für uns beim Landesverein bedeutet dies insbesondere, dass wir die Arbeit für die uns anvertrauten Menschen aufrechterhalten können“, bekräftigt Dr. Artur Bahr, Leiter des Hygienestabs.

Aufwändige Vorsichtsmaßnahmen

Der Kontakt der Bewohner*innen zu ihren Angehörigen und untereinander ist insbesondere in unruhigen Zeiten wichtig. Aus diesem Grund hat der Landesverein aufwändige Vorsichtsmaßnahmen eingerichtet. Die Vorkehrungen rund um die Corona-Pandemie beginnen bereits am Eingang des Lindenhofes - ein Sicherheitsdienst regelt den Zugang.

Das Besucherzentrum mit eigenen Parkplätzen befindet sich auf Höhe der Einfahrt zum Gelände: „Die Besucher haben ein großes Interesse, auch weiterhin die Einrichtungen zu betreten. Wir wollen, dass sie hereinkommen können, ohne das Virus in die Einrichtungen zu tragen. Dafür haben wir ein Monitoring entwickelt. Darüber hinaus testen wir sie“, erklärt Dr. Artur Bahr.

Viele Infektionen verlaufen ohne Symptome

Dieses Verfahren ist jedoch unerlässlich, denn es ist bekannt, dass viele Infektionen symptomlos verlaufen. Andere Betroffene haben neben einem milden Schnupfen keine weiteren Symptome. Zudem ist es denkbar, dass Besucher*innen oder Mitarbeitende keine Symptome zeigen, aber einen Angehörigen mit Atemwegssymptomen zuhause haben. „Mit dem Antigen-Schnelltest haben wir ein ziemlich sicheres Ergebnis“, stellt Dr. Artur Bahr klar. „Die Lage ist sehr dynamisch. Es ist uns dennoch stets gelungen, schnell und aktuell zu reagieren und unsere Maßnahmen anzupassen“, ergänzt Ingo Wallner, Fachkraft für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

Das Hygieneteam im Landesverein hat zudem frühzeitig eine Rufbereitschaft für Mitarbeitende eingerichtet. „Alle haben die Möglichkeit, sich zu informieren. Sie sollen sich bereits bei der kleinsten Symptomatik sofort melden und von zuhause anrufen. Dann können wir gemeinsam am Telefon entscheiden“, sagt Ingo Wallner. Wenn Mitarbeitende direkt vom Arbeitsplatz anriefen, befänden sie sich bereits auf dem Gelände - und damit im schlimmsten Fall auch der Virus.

Mit Fragebogen auf der Suche nach Risikofaktoren

Der PCR-Test für Mitarbeitende findet im Haus 7 statt. Dort betreten Mitarbeitende einen Wartebereich und werden von dort in ein Behandlungszimmer geführt. Dort wird zuerst ein Leitfaden mit Fragen abgearbeitet: Spüren Sie aktuell einen Verlust Ihres Geruchs- oder Geschmackssinns? Waren Sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Corona-Risikogebiet? Hatten Sie Kontakt zu einem Erkrankten?

Dann erfolgt der eigentliche Test in Form eines Abstriches: „Richtig schön ist das nicht. Aber erstens geht es sehr flott und die Pflegekräfte sind sehr nett und vorsichtig. Man kann es gut aushalten“, berichtet Astrid Schweppe, die als Mitarbeiterin in der Abteilung Presse & Kommunikation für die Kamera an einem Corona-Test teilgenommen hat.

Persönlicher Rückruf vom Hygieneteam

Nach Abschluss des Tests müssen sich die Mitarbeitenden sofort nach Hause begeben. Es dauert üblicherweise 24 Stunden, bis das Ergebnis vorliegt. „Wir rufen jeden einzelnen zurück“, verspricht Ingo Wallner. Er empfiehlt, dass sich die Kolleg*innen während der Wartezeit zuhause nicht vollständig isolieren, aber Kontakte vermeiden. „Die Bewältigung der Pandemie ist nur möglich, wenn alle Mitarbeitenden die Regeln einhalten“, resümiert Wallner.

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