Assistenzklient auf Zipfelbund-Tour
Im vergangenen Jahr hat Carsten Schmidt, Besucher der Tagesstätte der Assistenz Norderstedt, eine sogenannte Zipfeltour unternommen. Was das ist und was er dabei erlebt hat, lesen Sie hier in seinem von uns vollständig unveränderten Bericht.
Mit Carsten unterwegs, auf Zipfel-Tour, in Deutschland
Prolog
„Steh auf, aus Deinem Sessel oder Sofa, und mach mal was total Verrücktes.“
Hallo Ihr Lieben ATP´ler und alle anderen. Ich möchte Euch etwas über meine Zipfeltour durch Deutschland erzählen.
Ich habe vom Zipfelbund Deutschland gehört, daß man die 4 Zipfel von Deutschland innerhalb von einem Jahr besuchen muß und dann in den Zipfel Bund aufgenommen wird.
1999 zum Tag der Deutschen Einheit, anläßlich der zentralen Feierlichkeiten, in Wiesbaden wurde der Zipfelbund von den Bürgermeistern der Zipfelorte, Zipfelgemeinden ins Leben gerufen und mit dem Zipfelpakt besiegelt. Zu den vier Zipfelgemeinden gehören „im Norden: List auf Sylt“, „im Osten: Görlitz“, „im Süden: Oberstdorf“ und „im Westen: Selfkant“. Diese vier Zipfelgemeinden verpflichten sich, den Austausch auf Verwaltungsebene genauso zu pflegen wie die Koordination und die gemeinsamen Aktivitäten im bürgerschaftlichen Engagement.
Wer in den Zipfelbund aufgenommen werden will muß mindestens einmal, in jedem der vier Zipfelorten, übernachten.
Daraufhin habe ich mich entschlossen die Zipfeltour, im Jahr 2025, zu starten und alle vier Zipfel in einem Jahr zu besuchen.
Für die Zipfel Tour habe ich, mir den Zeitraum Frühjahr – Sommer – Herbst, im Jahr 2025 vorgenommen, um mir den Zipfelpaß zu holen und in den Zipfelbund aufgenommen zu werden.
Die Vorbereitung
Ich habe einige Zeit gebraucht für die Vorbereitungen. So habe ich mir für die Unterkünfte und Fortbewegungsmittel Infos aus dem Internet geholt und entsprechend die Unterkünfte und Fortbewegungsmittel gebucht.
Und nun geht die Reise los.
Ost West, in einem Atemzug
Am Sontag, 23. März morgens stieg ich ins Auto und fuhr los in Richtung Görlitz. Die Fahrt war lang und ich hatte unterwegs schönes Wetter gehabt. Als ich ankam, checkte ich in der Pension ein und erholte mich auf meinem Zimmer.
Am nächsten Tag habe ich Umgebung erkundet. Da bin ich über die Altstadtbrücke, die über die Neiße läuft, nach Polen rüber, und über den Polenmarkt geschlendert und abends war ich in der Altstadt und genoß den Abend.
Am Dienstag bin ich abgereist und habe mir, im Rathaus, den ersten Stempel samt Paß geholt. Nun begebe ich mich auf den Weg zu meinem zweiten Ziel in Westen, nach Selfkant. Die Fahrt verlief auch ruhig, und ich konnte das Auto mal so richtig ausfahren. Dort angekommen checkte ich ein und lies den Abend in der Pension ausklingen. Am nächsten Tag habe ich die Umgebung erkundet.
Am Donnerstag nach dem Frühstück machte ich auf den Weg zurück nach Hause. vorher holte ich mir noch im Rathaus meinen zweiten Stempel. Die Fahrt verlief anfangs gut, aber auf den Letzen Kilometern gab’s Regen und Stau. Also Hamburger Verhältnisse. Zu Hause angekommen, viel ich erschöpft von der langen Fahrt, in meinen Sessel, und habe den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Mit der Bahn nach Sylt
Nach einer Sommerpause ging es weiter mit meiner Zipfeltour.
Mit dem Deutschlandticket ein verlängertes Wochenende nach Sylt. Freitag, den 05.September trat ich die Reise an. Mit der AKN und dem RE6 nach Westerland(Sylt). Ich hatte es mir leichter vorgestellt als es war. Den Bahnsteig verwechselt und schon saß ich im falschen Zug. Nachdem ich meine Irrtur hinter mir hatte und endlich in der Jugendherberge ankam checkte ich ein. Juhu, ein schönes Zimmer für mich ganz alleine. Für den Strand hatte ich auch noch morgen Zeit und so genoß ich den Abend Kartenspielen in der großen Halle. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging ich an den Strand. Das Wasser war nichts für mich und so blieb ich an Land. Am Nachmittag erkundete ich die Insel mit den Bussen. Man braucht kein Auto, es geht alles auch mit dem Bus. Ein Zwischenstop bei Gosch. Dort habe ich mir was leckeres gegoscht. Danach ging es wieder zurück zur JHB. Dort verbrachte ich spielend den Abend. Am nächsten Tag bin ich nochmal ein wenig rumgefahren und habe mir einige Sachen angesehen. Abends als ich zurück kam war ich kaputt und ich ging früh zu Bett. Abreisetag, aber erst noch ein großes Frühstück. Meinen Koffer habe ich in der JHB zwischengelagert und bin nach List zum Rathaus gefahren um mir den dritten Stempel zu holen. Danach habe ich mir meinen Koffer geholt und bin zum Bahnhof gefahren. Die Rückfahrt ging entspannter. Zu Hause angekommen lies ich den Tag tag sein und genoß den restlichen Tag und Abend entspannt….
Das Beste zum Schluß, ab in den Süden, nach Oberstdorf
Das Schönste habe ich mir zum Schluß aufgehoben, eine Woche Bayern. Morgens, ganz früh, am Mittwoch den 22.Oktober startete ich meinen letzten Teil der Reise um mir den letzten Stempel zu holen. So fuhr ich gemütlich zum HBF Hamburg, mit der U-Bahn, und dann wechselte ich auf den ICE, mit dem ging es dann gemütlich nach München. Während der Fahrt genoß ich zwei Kaffee, die ich mir selber holen mußte, weil ich zweiter Klasse gefahren war. Als ich in München angekommen war holte ich mir mein bestelltes Magic car. Magic car, weil es ein Überraschung Auto war. Irgend etwas zwischen Twingo und SUW. So schnappte ich mir meinen „M3“, in einem schönen knalligem Rot, und fuhr los nach Oberstdorf zur DJH. Als ich dort ankam war es schon dunkel. Ich bezog dann mein 4BZ mit B/WC, zur Einzelnutzung. Fürs Abendessen war es zu spät gewesen, so genoß ich noch ein flüssiges Brot und erholte mich. Am ersten Tag, nach dem Frühstück verbrachte ich den Tag in der DJH, weil der Wettergott heute Regen bestellt hatte. So spielte ich Gesellschaftsspiele alleine und mit anderen. Am zweiten Tag fuhr ich so ein bißchen herum, um die Gegend zu erkunden. Am dritten Tag fuhr ich zum Nebelhorn. Dort fuhr ich, mit der Nebelhorn - Seilbahn, bis an die Spitze. Hinterher genoß ich dort im Restaurant eine Weißwurst mit Brezen und eine Maß. In den nächsten Tagen ging ich die Breitbachklamm hoch. Es war warm und es schien die Sonne. Runter bin ich mit dem Bus gefahren. Danach war ich so erschöpft, daß ich zurück zur DJH führ. Dort erholte ich mich und lies den Abend ausklingen. Regen. Leider regnete es am nächsten am Tag wieder. Dieses mal spielte ich ein wenig Pool-Billard und vertrieb mir so diesen und den nächsten Tag. An einen Sonnigen trocknen Tag besuchte ich noch ein kleines schickes Heimatmuseum. Das Wichtigste was ich mir vorgenommen hatte konnte ich leider nicht machen eine Chiemsee Rundfahrt. So fuhr ich mit meinem M3 Richtung München zum Chiemsee. Dort kurvte ich herum und fand die Bootsanlegestelle nicht und schaute mir den See nur aus dem Auto an. So für ich enttäuscht wieder zurück.
Nun Endete so langsam mein Aufenthalt und ich reiste ab. Mit dem M3 sauste ich nach München und von dort mit dem ICE dann nach Hamburg.
Home Sweet Home, zu Hause ist es doch am schönsten.
Zum Schluß noch eine kleine Photocollage aus einigen Bildern von meiner Zipfeltour.

