Tagesklinik Norderstedt für Psychiatrie und Psychotherapie und für junge Erwachsene feiert Jubiläum

Zehn Jahre Unterstützung vor Ort für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Anfang 2015 öffnete die Tagesklinik Norderstedt für Psychiatrie und Psychotherapie und für junge Erwachsene erstmals ihre Türen für Patient*innen. Einige Wochen später, bei der offiziellen Einweihung mit der damaligen Gesundheits- und Sozialministerin Kristina Alheit und Ehrengästen, ist bereits klar: Die angebotenen Plätze in den Einrichtungen in der Straße „Beim Umspannwerk 6“ in Norderstedt sind voll ausgelastet und wurden dringend gebraucht.
Chefarzt Clemens Heise, der die Klinik seit 2017 leitet, erklärt: „Auch nach zehn Jahren ist der Bedarf an tagesklinischer Behandlung in der Region ungebrochen, die Nachfrage konstant hoch. Im Fokus steht in der Tagesklinik die Behandlung von Depressionen in allen möglichen Formen und Ausprägungen, die Behandlung von Angsterkrankungen ebenso wie von Krankheitsbildern wie Burn-Out sowie von Krisensituationen in der Familie oder am Arbeitsplatz.“ „Das zeigt uns, wie richtig und notwendig dieses Angebot war und ist“, betont Matthias Dargel, Vorstandssprecher des Landesvereins, im Festakt anlässlich des Jubiläums. Er dankt Wegbegleitern und Mitarbeitenden: „Mit der Tagesklinik Norderstedt ist es gelungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen ein wirksames Behandlungsangebot in unmittelbarer Nähe zu ihrem sozialen Umfeld zu bieten – und das mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz.“

Der Landesverein als diakonischer Träger, der 2025 sein 150-jähriges Bestehen feiert, eröffnete vor 30 Jahren seine erste Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Kreis Segeberg – damals in Kaltenkirchen. Es folgte die Eröffnung einer weiteren Tagesklinik in Bad Segeberg und in 2015 dann die Eröffnung der Tagesklinik in Norderstedt. Der Bau kostete damals rund 5,5 Mio. Euro und wurde vom Land mit insgesamt 2,5 Mio. Euro bezuschusst. Den Start bildeten fünf Mitarbeitende und eine kleine Patientengruppe. Heute sind rund 45 Mitarbeitende tätig, um auf 53 Plätzen umfassend Erwachsene und junge Erwachsene zu behandeln. Die Leistungen gliedern sich in drei Bereiche: die Tagesklinik für Erwachsene, die Tagesklinik für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sowie die Psychiatrische Institutsambulanz. Die Klinik bietet damit teilstationäre und ambulante Behandlung aus einer Hand. Mit den Tageskliniken wurde durch den Landesverein im Kreis Segeberg ein ganzheitliches Angebot für Patient*innen geschaffen, die eine vollstationäre Behandlung nicht oder nicht mehr benötigen, jedoch alltags- und wohnortnah Unterstützung wünschen. So verbringen die Patient*innen die Nacht und die Wochenenden im gewohnten sozialen Umfeld, die Therapien und weitere Unterstützungsangebote beschränken sich auf die Vormittags- und Nachmittagsstunden.
Es ist ein Geschenk, Sie hier vor Ort zu haben.
Vorstandssprecher Matthias Dargel beschreibt die Vorreiterrolle des Landesvereins in Schleswig-Holstein als Erfolgsgeschichte: „Die damals noch relativ neue Therapieform etablierte sich binnen kurzer Zeit und findet bis heute großen Zuspruch. Derzeit fordern Krankenkassen und Ministerien sogar den weiteren Ausbau tagesklinischer Angebote, denn das Ziel dieser Arbeit ist gleichgeblieben: Eine Stabilisierung der seelischen Gesundheit und die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit mit möglichst großer Nähe zum Alltag der Menschen stehen im Mittelpunkt der Behandlung in unseren Einrichtungen.“
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Norderstedt, Katrin Schmieder, überbrachte Glückwünsche und dankte Leitung und Träger der Einrichtung: „Es ist ein Geschenk, Sie hier vor Ort zu haben. Danke für Ihre wertvolle Arbeit und Ihren Beitrag für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Ihre Unterstützung und Hilfe in allen Lebenslagen.“



