Geförderte Projekte

Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG)

Wir entwickeln uns für Sie weiter

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) ist eines der bedeutendsten Förderprogramme für die deutsche Krankenhauslandschaft der letzten Jahrzehnte. Es trat im September 2020 in Kraft und zielt darauf ab, das deutsche Gesundheitssystem durch eine konsequente Digitalisierung moderner, sicherer und effizienter zu gestalten. Insgesamt stehen dafür 4,3 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) wurde ein Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) eingerichtet, dem der Bund ab dem 01.01.2021 Fördermittel in Höhe von 3 Milliarde Euro aus dem Gesundheitsfonds zur Verfügung stellt. Darüber hinaus übernehmen die Bundesländer und/oder die Krankenhausträger 30 Prozent der jeweiligen Investitionskosten.

Die Ziele lassen sich in vier zentrale Säulen unterteilen:

1. Verbesserung der Patientenversorgung und -sicherheit 

Im Mittelpunkt steht der messbare Nutzen für den Patienten. 

  • Vermeidung von Behandlungsfehlern: Durch digitale Unterstützung bei der Medikation sollen Wechselwirkungen automatisch erkannt werden. 

  • Stärkung der Patientenautonomie: Patienten sollen über Portale Termine buchen, Befunde einsehen und Dokumente digital einreichen können. 

  • Entlastung des Personals: Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentationen sollen den Schreibaufwand reduzieren, damit mehr Zeit für die eigentliche Arbeit am Patienten bleibt. 

 

2. Förderung der digitalen Infrastruktur 

Das KHZG definiert elf Fördertatbestände (FTB), die den technologischen Standard der Kliniken heben sollen: 

  • Einrichtung von Patientenportalen.

  • Durchgängige digitale Dokumentation (elektronische Patientenakte im Krankenhaus). 

  • Aufbau von teil- oder vollautomatisierten klinischen Entscheidungsunterstützungssystemen. 

  • Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Notaufnahme. 

 

3. Gewährleistung der IT-Sicherheit 

Ein Kernziel des Gesetzes ist der Schutz sensibler Gesundheitsdaten. 

  • Sicherheitsvorgaben: Mindestens 15 % der beantragten Fördermittel müssen zwingend für Maßnahmen zur Informationssicherheit verwendet werden. 

  • Schutz vor Cyberangriffen: Kliniken sollen ihre Resilienz gegenüber Hackerangriffen und Ransomware deutlich erhöhen. 

 

4. Vernetzung und Interoperabilität 

Krankenhäuser sollen keine "Dateninseln" mehr sein. 

  • Datenaustausch: Informationen sollen sektorenübergreifend (z. B. zwischen Klinik und Hausarzt) fließen können. 

  • Einheitliche Standards: Die Nutzung international anerkannter Schnittstellen soll sicherstellen, dass verschiedene IT-Systeme miteinander kommunizieren können. 

Zukunftsprojekt Digitalisierung

Wir entwickeln uns für Sie weiter

Liebe Patient*innen,

Die Gesundheitsversorgung befindet sich in einem digitalen Wandel – und wir gehen diesen Weg aktiv mit. Und auch die moderne Psychiatrie braucht nicht nur Empathie, sondern zeitgemäße Strukturen. Deshalb nehmen wir am bundesweiten Förderprogramm des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) teil. 

Aus dem KHZG-Förderprogramm konnte der Landesverein für Innere Mission mit Erfolg Fördermittel für die FTB 2 (Patientenportal/ Überleitungs- und Entlassmanagement), FTB 3 (mobile klinische Dokumentation) und FTB 5 (Digitales Medikamentenmanagement) einwerben, die wir derzeit in einer Reihe von Modernisierungsprojekten umsetzen. 

Darüber hinaus setzen wir im Interesse unserer Patient*innen weitere Fördertatbestände aus eigenen Mitteln um (FTB4 – Einrichtung teil- oder vollautomatisierter klinischer Entscheidungsunterstützungssysteme, FTB6 - Digitale Leistungsanforderung).

Unser Ziel ist es, administrative Prozesse im Hintergrund zu optimieren, damit im Vordergrund mehr Zeit für das bleibt, was zählt: Ihre Behandlung und Begleitung. Da es sich um komplexe, langfristige Entwicklungsprojekte handelt, befinden wir uns aktuell in einer Phase des Aufbaus und der schrittweisen Umsetzung. 

 

1. Digitale Patientenportale – Einbeziehung von Anfang an (FTB 2) 

Wir arbeiten an Lösungen, um Sie aktiver in den Behandlungsprozess einzubinden. Das Ziel dieses Projektes ist es, bürokratische Hürden bei der Aufnahme und Entlassung zu reduzieren. Schritt für Schritt entwickeln wir Möglichkeiten, damit Sie Informationen und Termine künftig einfacher und digitaler verwalten können. So soll der Übergang in unsere Klinik und zurück in Ihren Alltag perspektivisch noch reibungsloser gestaltet werden. 

 

2. Digitale Dokumentation – Informationen dort, wo sie gebraucht werden (FTB 3) 

Die fundierte therapeutische Arbeit lebt vom Informationsaustausch. Wir investieren in die Digitalisierung unserer Pflege- und Behandlungsdokumentation. Ziel dieses laufenden Projektes ist es, dass alle an Ihrer Therapie Beteiligten – vom ärztlichen Dienst über die Psychologie bis zur Pflege – jederzeit auf dem gleichen Stand sind. Dies soll uns dabei unterstützen, Behandlungsverläufe noch präziser zu begleiten und die Kontinuität Ihrer Therapie zu stärken. 

 

3. Digitales Medikationsmanagement – Ein Plus an Sicherheit (FTB 5) 

Ein wesentlicher Teil unserer Zukunftsplanung betrifft die Arzneimitteltherapiesicherheit. Wir führen ein digitales System ein, das unsere Experten bei der Verordnung und Gabe von Medikamenten unterstützt. Durch diese technische Unterstützung streben wir an, Wechselwirkungen noch systematischer zu erkennen und die Sicherheit Ihrer Medikation weiter zu erhöhen. 

 

4. Höchste Standards in der Datensicherheit

Ein wesentlicher Teil unserer Projekte fließt in den Schutz Ihrer sensiblen Daten. Wir rüsten unsere IT-Systeme kontinuierlich auf, um die Vertraulichkeit Ihrer Informationen nach modernsten Sicherheitsvorgaben zu gewährleisten. 

Ein Prozess im Sinne unserer Patient*innen

Ein Krankenhaus zu digitalisieren ist ein lebendiges Vorhaben. Für uns ist wichtig: Technik ist ein Werkzeug, kein Ersatz. Wir nutzen die Digitalisierung dort, wo sie die Qualität und Sicherheit Ihrer Versorgung verbessert, während das persönliche Gespräch die Basis unserer Arbeit bleibt. 

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