Kirchenkreis Plön-Segeberg überträgt Trägerschaft für pflegerischen Bereich an Landesverein

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg hat die Pflegeeinrichtungen im Diakonischen Werk an den Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein übertragen. Vor dem Hintergrund, dass der pflegende Bereich diakonischer Arbeit zu klein ist, um dauerhaft zukunftsfähig zu sein, hatte der Kirchenkreis im letzten Jahr nach Lösungen gesucht und Verhandlungen mit dem Landesverein aufgenommen. 

Bereits im letzten Jahr hatte der Kirchenkreis festgestellt, dass der Bereich der Pflegeeinrichtungen in der diakonischen Arbeit zu klein ist, um dauerhaft zukunftsfähig zu sein. Der Kirchenkreis hatte sich daraufhin zum Ziel gesetzt, die Zukunft der Einrichtungen nachhaltig zu sichern und so hatten bereits im letzten Jahr – im Rahmen der 6. Tagung der Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Plön-Segeberg – die 51 anwesenden Synodalen bei nur zwei Gegenstimmen beschlossen, den gesamten pflegerischen Bereich der zum Kirchenkreis gehörenden diakonischen Einrichtungen an den Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein in Rickling zu übertragen. Jetzt stimmte auch das Aufsichtsgremium des Landesvereins, das Kuratorium, der Übertragung zu. Damit sind ab sofort die Einrichtungen für stationäre und Tagespflege Marienhof in Bad Segeberg sowie das Haus am Cathrinplatz in Preetz, ambulante Pflegedienstleistungen für die Regionen Bad Segeberg und Preetz sowie die Seniorenwohnanlage im Haus am Kirchsee in Preetz und im Marienhof in Bad Segeberg sowie die gemeinsam mit der AWO Plön betreute Seniorenwohnanlage Hein Schönberg/Schillerstraße im Ostseebad Schönberg Teil der Landesverein-Familie. „Wir freuen uns die Pflege-Angebote des Kirchenkreises Plön-Segeberg fortzuführen und so den Einrichtungen, Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern in der Trägerschaft des Landesvereins eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Der Landesverein bietet bereits heute ein vielfältiges und attraktives Pflegeangebot mit stationären Pflegeeinrichtungen, Tagespflege und Kurzeitpflege sowie zahlreichen Angeboten im Bereich Wohnen mit Service. Gern werden wir diesen Bereich weiter ausbauen, um möglichst ganzheitlich pflegerische Leistungen aus einer Hand anzubieten“, so Landesverein-Vorstandssprecher Matthias Dargel im Gespräch mit der Presse anlässlich des Trägerwechsels. 

Für den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Plön-Segeberg endet mit dem Wechsel der Trägerschaft ein jahrzehntelanges, intensiv betreutes Betätigungsfeld in der Pflege. „Es ist ein Tag des Aufbruchs und des Bewusstseins um die Bedeutsamkeit dieses Schrittes“, sagt Propst Erich Faehling, im Kirchenkreis zuständig für den Bereich Diakonie. Die Trägerschaft der Pflegeheime sei ein Aushängeschild und Identifikationspunkt des Kirchenkreises gewesen. „Es war uns wichtig, hier tätig zu sein. Wir haben diese Arbeit gern und mit großer innerer Überzeugung getan“, so Faehling. Trotzdem überwiegen Freude und Erleichterung. „Mit dem Landesverein haben wir einen Partner gefunden, der dem Kirchenkreis vom diakonischen Profil, der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse, der tariflichen Bindungen und der Kultur von Arbeit und Miteinander besonders nahekommt“, sagt Esther Ahrent, Leiterin der Kirchenkreisverwaltung. Die Struktur des Kirchenkreises und das sich wirtschaftlich weiterentwickelnde Umfeld in diesen Arbeitsbereichen hat zunehmend deutlich gemacht, dass es absehbar die Tragfähigkeit des kirchenkreislichen Diakonischen Werkes übersteigen würde. „Nun ist eine tragfähige Lösung gefunden, die sowohl den Mitarbeitenden als auch den betreuten Menschen eine langfristig Perspektive bietet“, so Ahrent. Dies zu erkennen und zu ermöglichen, sei ein verantwortungsbewusster und zukunftssichernder Schritt, den der Kirchenkreis jetzt habe gehen müssen. 
Es wird auch in Zukunft starke und vielfältige diakonische Angebote im Kirchenkreis geben. Damit wird der Kirchenkreis in seinem diakonischen Wirken weiterhin gesellschaftliche Relevanz haben. „Wir bleiben in jedem Fall als Träger diakonischer Arbeit aktiv - zwischen Heilpädagogischer Ambulanz, Familien- und Lebensberatung, Freiwilligenzentrum, Streetworking, Migrationsberatung und den mehr als 20 weiteren Angeboten, die wir neben der Pflege bereithalten“, sagt Propst Faehling.